Kinder spielen mit Bausteinen im Hort (Foto: Robert Kneschke/fotolia.de)

In der letz­ten Woche wur­de in Abstimmung mit der Schulleitung zum ers­ten Mal ein Elternabend in der Klasse 3b der Vehlefanzer Nashorn-Grundschule zum Thema: „Flüchtlingsheim Bärenklau/Leegebruch und Integration der Flüchtlingskinder in den Schulunterricht“ abge­hal­ten.

Zunächst wur­den den teil­neh­men­den Eltern grund­le­gen­de Informationen zur der­zei­ti­gen und geplan­ten Belegung der Unterkunft zur Verfügung gestellt. Es wur­den Ausdrucke des WOLV-Flyers und Fotos der Räumlichkeiten des Heims her­um gereicht, damit die Eltern sich einen kon­kre­te­ren Eindruck zur Situation ver­schaf­fen konn­ten. Anschließend berich­te­ten zudem die Klassenlehrerin und ein Betreuer der Vorbereitungsgruppe Deutsch ler­nen über ihre Erfahrungen.

Das Heim wird zur Zeit wei­ter aus­ge­baut, so dass zu den bis­he­ri­gen 250 Personen unter­schied­li­cher Nationalitäten bis 2016 wei­te­re 150 Flüchtlinge zusätz­lich auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. Die Personenstruktur für die erwar­te­ten Neuankömmlinge steht der­zeit noch nicht fest. Fest steht, dass für bis­her rund 28 Kinder von 6–16 Jahren (inkl. 5 Kindern aus der Notunterkunft Kremmen) eine Schulpflicht besteht.

Aktuell wer­den vor­nehm­lich syri­sche Schulkinder von der 1. bis zur 4. Schulstunde in der Vorbereitungsgruppe betreut. Ab der 5. Schulstunde fin­det die Weiterbetreuung in der Schulklasse statt. Die älte­ren Kinder sol­len dem­nächst in Kremmen beschult wer­den. Es gibt bereits einen Musterschüler, der sich sehr gut inte­griert hat, sogar schon ein wenig Deutsch spricht und sehr gut von den Mitschülern auf­ge­nom­men wur­de. Durch den, bedingt durch eine ande­re Kultur, feh­len­de Rückzugsmöglichkeiten und sei­ne schlim­men Erlebnisse auf der Flucht, unter­schied­li­chen Tagesrhythmus ist er oft müde. Dahingehend ist noch Aufbauarbeit und Aufklärung zu leis­ten, da dies ver­mut­lich bei eini­gen Kindern so auf­tre­ten wird.

Rund drei Viertel der Eltern waren erschie­nen und brach­ten alle­samt eine posi­ti­ve und inter­es­sier­te Einstellung zur Flüchtlingsthematik mit. Sehr hilf­reich dabei waren die Erfahrungsberichte des Betreuers und der Klassenlehrerin. Dadurch konn­te im Vorfeld Aufklärung geleis­tet wer­den und Probleme oder Sorgen der Eltern wur­den hier­bei kon­kret auf­ge­grif­fen.