Kinder lernen lesen mit Erzieherin (Foto: Robert Kneschke/fotolia.de)

Im November fand ein klei­ner Workshop zum Thema „Refugees in Oberkrämer“ statt, der zusam­men mit den Kindern der 4b im Rahmen einer Schulstunde an der Nashorn-Grundschule in Vehlefanz durch­ge­führt wur­de. Sinn und Zweck war es, den Kindern das Thema näher zu brin­gen und ihnen Ängste und Sorgen dies­be­züg­lich zu neh­men, damit sie unbe­fan­gen auf neue Mitschüler zuge­hen kön­nen und auch neu­en Freundschaften gegen­über auf­ge­schlos­sen sind.

Fazit: es war toll! Gute 1,5 Stunden wur­de ein Gesprächskreis mit den Kindern, dem Klassenlehrer und einem Mitglied der WOLV-Initiative gebil­det. Nachdem die Initiative kurz kind­ge­recht vor­ge­stellt wur­de, stell­ten die Kids unauf­hör­lich Fragen, die sie beschäf­tig­ten – teils aus Neugierde und teils aus auf­ge­schnapp­ten Informationen, die sie bereits hat­ten. Sehr wich­tig waren dabei Fragen zur Herkunft der Flüchtlinge, zur Lebenssituation, zum lan­gen Weg, der bis hier­her zurück­ge­legt wor­den ist u. v. a. Es gab eini­ges an Bildmaterial aus dem Heim und des­sen Bewohnern zu bestau­nen und auch einen Text mit ara­bi­schen Schriftzeichen – was auf rie­si­ges Interesse stieß. Kurzerhand bil­de­te der Klassenlehrer zusam­men mit den Kindern „mensch­li­che Raumwände“, damit den Kindern bild­haft die Größe der 4‑Personen Zimmer im Heim ver­mit­telt wer­den konn­te.

Auch die Kinder kamen zu Wort und berich­te­ten das ein oder ande­re von ihren Erfahrungen mit den neu­en Schülern – und dies alles sehr frei und ohne nega­ti­ve Klischees. Alles in allem konn­te den Kindern das Thema näher gebracht wer­den und sie durf­ten fra­gen, was sie woll­ten – was in rund­um posi­ti­ves Gefühl auf allen Seiten hin­ter­ließ.