WOLV beim Erntefest 2021 in Bärenklau

Am Freitagabend, am 10. September, gab es vor der Flüchtlingsunterkunft viel Gewirbel. Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Vehlefanz und eini­ge Kinder aus dem Heim quirl­ten um den Hänger, der für den Erntewagenumzug am Sonnabend geschmückt wer­den soll­te. Alle woll­ten sich nütz­lich machen.

Robert hat­te schon Strohballen und vie­le Maisstauden bereit­ge­stellt. Eigentlich konn­te es gleich los­ge­hen. Aber der Strohballen war so groß, damit mit dem dar­auf mon­tier­ten Sonnenschirm die mög­li­che Höhe deut­lich über­schrit­ten wor­den wäre. Also wur­de der Strohballen als Schmuck hin­ten auf das Gatter des Wagens ver­scho­ben. Dann fin­gen die Kinder und Jugendlichen an, den Wagen mit Bannern, Maisstauden und Goldraute zu schmü­cken, Fähnchenketten zu zie­hen und Feuerwehrschläuche zu deko­rie­ren. Nach gut zwei Stunden mach­te der Wagen einen tol­len Eindruck. Die Frauen um Ilse Schmiedicke füll­ten mit eini­gen Kindern die Beutel mit den Bonbons, die beim Umzug unter die Zuschauer gewor­fen wer­den soll­ten. Was sich erst sehr spät her­aus­stell­te: Der Motor der Feuerwehr sprang nicht mehr an.

Sonnabend früh wur­de die Feuerwehr von einem Traktor, den Robert ange­heu­ert hat­te, ange­zo­gen, der Motor sprang an. Eine ordent­li­che Abgaswolke des Dieselmotors erfüll­te die Luft, aber alle waren froh, dass es klapp­te. Und ab ging die Fahrt – der Hänger vol­ler Kinder aus dem Heim und Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. In Bärenklau stand dann der Wagen in der Warteschlange vor dem Start des Umzuges.

Doch dann der Schock. Der Umzug begann, die ein­zel­nen Wagen bega­ben sich auf den Parcour durch Bärenklau. Nur unser Wagen stand noch. Was mit dem Feuerwehrfahrzeug nicht in Ordnung war, wis­sen nur die Eingeweihten. Kurzerhand wur­de der Traktor ange­kop­pelt und mit ent­spre­chen­der Verzögerung star­te­te unser Erntewagen als Nachzügler. Der Freude der Kinder und Jugendlichen tat das alles kei­nen Abbruch. Die letz­ten Kinder wur­den noch schnell von Robert „ein­ge­sam­melt“ und noch auf den bereits gestar­te­ten Wagen gebracht. Los ging’s, mit guter Stimmung und vol­ler Erwartung. Auch als letz­te waren alle begeis­tert dabei.